Außer der Reihe

eScooter – Kleine Stadtflitzer

Hallo Zusammen,

sie sind in aller Munde und seit nicht mal einem Monat in Deutschland legal: Natürlich reden wir von eScootern. Dem Einen ein Graus, dem anderen eine tolle Möglichkeit, um kurze Strecken schnell, bequem und relativ klimaneutral zurückzulegen. Uns sind schon in einigen Städten wie Kopenhagen, Barcelona oder Wien diese Flitzer aufgefallen und wollten immer schon mal so einen eScooter ausprobieren. Denn man kann gerade in fremden Städten kurze Entfernungen mal schnell überbrücken, ohne auf eine Bahn oder Bus zu warten. So kann man schnell und spritzig seinen Städtetrip um die ein oder andere Sehenswürdigkeit mehr bereichern. Seit kurzem haben wir auch in Bonn, Köln und Düsseldorf (und sicherlich noch andere Städte, die wir noch nicht besucht haben) die Möglichkeit eScooter kostenpflichtig auf Zeit zu fahren. Und da wir neuer Technik immer aufgeschlossen gegenüberstehen, habe ich (Marcel) das Ganze mal für euch ausprobiert.

Anmeldung und die App-Oberfläche

Die Apps der verschiedenen Anbieter ähneln sich sehr, da hier in Bonn nur die Firma „TIER“ in Kooperation mit den Stadtwerken seine eScooter anbietet, kann ich auch nur diese App hier zeigen und darüber schreiben. Daher sind alle folgenden Informationen exklusiv über diese App [Unbezahlte Werbung].

Wer schon mal eine Carsharing-App genutzt hat, dem wird das Handling und die Nutzung der eScooter-App ziemlich bekannt vorkommen. Zu Beginn muss man sich erst einmal mit seinen Daten anmelden und eine Zahlungsmethode angeben. Leider stand bei mir nur eine Zahlung mit Kreditkarte zur Auswahl. Für mich kein Problem, aber vielleicht für Andere, die keine Kreditkarte haben. Nachdem man alle Daten angegeben hat, kann es auch schon losgehen.

Auf der Karte einen eScooter suchen und zu diesem laufen. Praktisch hier: Wenn man einen eScooter ausgewählt hat, wird der Ladestand und die Entfernung von Einem zu dem Scooter angezeigt. So kann man direkt abschätzen, ob der Ladestand ausreichend ist, um die geplante Strecke zurückzulegen. Auf der Karte wird auch mit einer gestrichelten Linie angezeigt, welchen Weg man zu dem eScooter nehmen kann.

Kick-off mit dem Roller

Sobald man einen Roller erreicht hat, muss man nur noch die Nummer unter dem QR Code (QR Codes sind übrigens die Ausgeburt der Internethölle!) mit der in der App angezeigten Nummer abgleichen und schon kann man den Roller mit einem Tippen auf „Jetzt fahren“ entsperren.

Vor dem ersten Start werden einem noch einige Sicherheitshinweise angezeigt, die man sich vor der ersten Fahrt auf jeden Fall durchlesen sollte. An dieser Stelle wird auch noch einmal erklärt, wie der eScooter in Gang gebracht wird.

Wenn man die Anleitungen hinter sich gelassen hat, kann man den kleinen Ständer des Rollers einknicken und mit zwei-drei Tritten ins Rollen bringen. Der eScooter startet nicht aus eigener Kraft, da bei einem solchen Start die Energie zu schnell verbraucht werden würde. Am Lenkrad findet man einen kleinen Gashebel mit dem man durch Drücken Gas gibt, und durch Loslassen Gas wegnimmt. Weiter sind wie beim Fahrrad links und rechts von den Griffen die Bremsen für vorne und hinten.

Mit Fahrtwind flott durch die Stadt

Aufgrund der Rechtslage in Deutschland müssen eScooter auf eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h gedrosselt sein. Dennoch reicht es, um einen Fahrtwind im Gesicht zu spüren. Gerade zu diesen Temperaturen eine Wohltat.

Beim Bremsen sollte man jedoch vorher schon ein wenig das Gas wegnehmen, da die Bremsen schon gut anziehen (zumindest bei meinen eScootern) und ein plötzlicher Stopp auch mit einen Sturz enden könnte. Daher ist es auch immer zu empfehlen einen eScooter mit Helm zu fahren. Aber das ist natürlich erwachsenen Nutzern selbst überlassen.

Wenn man am Ende seiner Fahrt sein Ziel erreicht hat, stellt man den eScooter sicher und mit Rücksicht auf Andere, an einem geeigneten Platz ab und beendet die Fahrt in der App. Diese fragt noch einmal, ob richtig geparkt wurde. Mit der Bestätigung bekommt man auch den Preis für seine Fahrt angezeigt und sofort von dem hinterlegten Zahlungsmittel abgebucht. Also was kostet der Spaß?

Der Preis – nicht für regelmäßige Fahrten geeignet

Um Eines schon mal vorweg zu nehmen, zumindest dieser Anbieter, eignet sich meiner Ansicht nach nicht für regelmäßige Fahrten. Denn eine Entsperrung kostet pauschal 1 € und jede weitere Minute 0,15 €. Das mag auf den ersten Blick nicht viel sein, aber bei einer Strecke von 1,1 km, für die ich je nach Verkehr meist 8 Minuten unterwegs war, kostetet mich die Fahrt 2,20 €. Der Bus wäre hier an der Stelle teuerer, aber bei einer regelmäßigen Nutzung mit dem Bus gibt es deutlich reduziertere Monatspreise. Bei den eScootern gibt es (bisher) kein Abosystem. Das macht die Nutzung eher zu einer Ausnahme, aber nicht zu einem Transportmittel, dass man meiner Meinung regelmäßig, oder sogar täglich nutzen könnte. Außer natürlich, man möchte sich diesen Luxus leisten. Da bei uns aber schon die nächste Reise ansteht, spare ich mir dieses Geld lieber. Aber für einen kurzen Spaß oder bei Städtetripps ist der eScooter sicherlich ein guter und spaßiger Gefährte.

Fazit

Wollen wir nun nach diesem kleinen Testfahrten mal zu einem Fazit kommen.

Modern, elektrisch und klimaneutral – aber leider für mich nicht alltagstauglich

Ich stehe auf neue technische Spielereien und freue mich immer wieder darüber sie auszuprobieren. Mir hat das Fahren des eScooters jede Menge Spaß gemacht und ich würde es wieder tun, jedoch nur zum Spaß und/oder wenn ich gerade keine andere Möglichkeit habe, günstiger zu fahren.

Pro
  • Schnelle Verfügbarkeit und Einsehbarkeit in der App, wo ein eScooter steht
  • Unabhängig von Bus und Bahn
  • Klimaneutral
Contra
  • Leider auf Dauer teurer als öffentliche Verkehrsmittel
  • Aktuell nur Zahlung mit Kreditkarte

Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr die eScooter auch mal ausprobiert? Wie waren Eure Erfahrungen? Wir sind auf Euer Feedback gespannt.

Die zwei Reisenden,

Stefanie und Marcel

marcel

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