In die Ferne|Reisen

5 Dinge, die man sich auf Madeira sparen kann und Alternativen

Hallo Zusammen,

wie Ihr ja wisst und wir schon berichtet haben, gehört Madeira zu unseren absoluten Traumreisezielen. Zwei mal hat es uns schon auf unsere Lieblingsinsel verschlagen. Letztens berichteten wir über unsere 10 magischsten Orte auf Madeira, allerdings gibt es natürlich auch Dinge, die man sich unserer Meinung nach durchaus sparen kann. Hier sind die 5 Dinge, die dazu gehören und natürlich unsere Alternativen hierfür:

 

1) Auto mit mehr PS bei der Autovermietung

Wenn Ihr ein Leihauto gebucht habt, was ziemlich wahrscheinlich und lohnenswert auf Madeira ist, dann werdet Ihr als eine der ersten Erfahrungen auf Madeira die Autoverleihstation anlaufen. Hier werdet Ihr ziemlich fix gefragt, ob Ihr nicht doch lieber ein Auto mit mehr PS upgraden wollt. Schließlich sind die Berge und Steilklippen sehr unwegsam und vor allem steil. Der Berater wird Euch erzählen, dass Ihr mit einem niedrigtourigen Auto nicht die Berge hochkommen werdet. Lasst Euch gesagt sein, dass das nicht stimmt. Wer ein sicherer Autofahrer ist und mit Anfahren am Berg keine Probleme hat, muss sich hier überhaupt keine Gedanken machen. Das Geld könnt Ihr Euch sparen!

Unsere Alternative: Investiert das Geld in eine Vollkaskoversicherung. Diese ist durchaus sinnvoll, da es zu Steinschlägen auf der Insel kommen kann und auch andere Verkehrsteilnehmer die Unversehrtheit Eures Autos nicht als Priorität Nummer 1 sehen. 😉

 

2) Skywalk bei Gabi Girao

Zugegeben, der Gedanke eines Skywalks an den Steilklippen von Madeira ist sehr reizvoll. Also haben wir uns den Skywalk bei Gabi Girao natürlich angeschaut. Und naja, was sollen wir sagen, die Idee ist sicherlich gut, aber die Dimension des Skywalks leider so klein, dass wir doch herb enttäuscht wurden. Natürlich kann man von dem Glasboden stolze 589 m die Steilküste hinabsehen, was sicherlich sehenswert ist. Aber die kleine Plattform bietet ansonsten wenig spektakuläres. Da die Plattform jedoch kostenfrei zu betreten ist, kann man sich den Skywalk, wenn man denn sowieso in der Nähe ist, natürlich anschauen. Extra als Ausflugsziel hält die Attraktion jedoch nicht das, was sie verspricht.

Unsere Alternative: Eine spektakuläre Aussicht findet man auf der Aussichtsplattform des Pico Aerio, wie wir bereits in den 10 magischsten Orten auf Madeira berichteten. Auf 1.818 m kann man hier zum höchsten Berg Maderias, dem Pico Ruvío, schauen und einen tollen Überblick über die Insel erhaschen. Absolutes Plus: Man kann mit dem Auto vorfahren und muss nicht hochlaufen.

 

3) Die Grotten von São Vicente

Grotten auf der Vulkaninsel Madeira – das klingt doch auf jeden Fall sehenswert. Ist es auch, allerdings darf man die Grotten von São Vicente nicht auf eigene Faust erkunden, sondern darf nur mit einer Führung durch die Gänge schlendern. Hier sollte man sich darauf gefasst machen, dass die Führung nur in zwei Sprachen gehalten wird: Englisch und Portugisisch. Wer also auf einen netten Ausflug für und mit Kinder gehofft hat, sollte waren, bis die Kleinen mit dem Englisch auch etwas anfangen können. Ansonsten sind die Gänge, die das Naturschauspiel Vulkanausbruch gebildet hat auf jeden Fall gut erschlossen. Unser einziges Highlight einer leider sehr drögen Führung waren die schön angelegten und beleuchteten Wasserbecken. Da man Eintritt zahlen muss, sollte man sich aber vorher überlegen, ob einem die wenig spektakulären Eindrücke wirklich das Geld wert sind.

Unsere Alternative: Wer etwas mehr Geld investiert, wird mit einer 3-stündigen Whale Watching Tour belohnt, was sich unserer Meinung nach aus vielen Gründen sehr viel mehr lohnt: Man erhält die Chance Wale, Delfine oder Schildkröten zu sehen (es gibt natürlich leider keine Garantie dafür), erhält einen spektakulären Blick auf die gesamte Südseite von Madeira und man kann 3 Stunden entspanntes Fahren auf einem Segelschiff, oder in unserem Fall einem Katamaran, genießen. Absolute Empfehlung!

 

 

4) Seilbahn von Funchal nach Monte

Während wir durch Funchal schlenderten, zogen die Seile der Seilbahn hoch nach Monte unser Interesse auf sich. Da wir sowieso dorthin wollten, um den tropischen Garten in Monte zu besuchen, dachten wir uns kurzerhand, dass wir die Seilbahn nehmen. Erster Dämpfer des Unternehmens war der Preis für die Hin- und Rückfahrt, die wir schon als recht teuer empfanden. Aber nun ja, ab in die Gondel und hoch ging es. Der Ausblick war natürlich toll, aber tatsächlich bekommt man den Panoramablick über Funchal natürlich auch von anderen Stellen weiter oben geboten. Die Gondel war ziemlich heiß, da kaum Luftaustausch möglich war. Danach stellten wir fest, dass man an der Seilbahnstation in Monte auch noch kostenlos hätte parken könnten. Nun ja, dementsprechend finden wir, dass die Kosten für die Seilbahnfahrt leider der Leistung nicht gerecht werden. Kann man sich also sparen.

Unsere Alternative: Wer aber einen besonderen Nervenkitzel sucht und gerne Seilbahn fahren möchte, dem empfehlen wir die Seilbahn bei Achadas da Cruz. Diese bringt einen zu einem unbewohnten Küstenabschnitt von Madeira, der absolut sehenswert ist. Dort kann man ein wenig am Atlantik entlangspazieren, Gekkos beobachten und Katzenfreunde finden. Neben einer lohnenswerten, steilen Abfahrt kann diese Seilbahn auch mit extrem günstigen Preisen überzeugen. Schaut dort mal vorbei, es war nicht stark besucht, als wir da waren, sodass wir unten fast alleine die Gegend erkunden konnten.

 

5) Botanischer Garten in Funchal

Da Madeira als Blumeninsel bezeichnet bezeichnet wird, hatten wir uns von dem berühmten botanischen Garten in Funchal viel versprochen. Nun ja, vermutlich sind wir jetzt auch nicht unbedingt die größten Fans von Blumenarragements, aber dennoch hat uns der botanische Garten nicht besonders gut gefallen. Der Garten ist ziemlich weitläufig, aber man muss schon echter Blumenfan sein, um hier (unserer Meinung nach) auf seine Kosten zu kommen. Einziger Lichtblick für mein Biologenherz war die Ausstellung über Charles Darwin, der im übrigen (Achtung: Unnützes Wissen im Anmarsch) die meisten seiner Arten- und Populationsstudien entgegen der landläufigen Meinung auf Madeira und nicht (nur) auf den Galapagos Inseln durchgeführt hat. Dennoch, auch hier will sich gut überlegt sein, ob man das Geld für den Eintritt zahlen will.

Unsere Alternative: Nach der herben Enttäuschung im botanischen Garten von Madeira haben wir uns aber trotzdem an einem anderen Tag in den tropischen Garten getraut. Und was sollen wir sagen, wir waren wirklich begeistert, wie hier berichtet. Das große Areal ist wie ein kleines Paradies der Ruhe. Exotischen Pflanzen und Palmen gepaart mit japanischen Einflüssen und Gebäuden. Es ist wirklich toll und man kann einen ganzen Nachmittag locker hier verbringen. Natürlich darf und sollte man keine Action erwarten. Aber wir haben den Tag dort genossen und uns durch den Garten treiben lassen. Daher tropisch Go, botanisch No – zumindest unserer Ansicht nach.

 

 

Das war es mit unseren 5 Dingen, die man sich unserer Meinung nach auf Madeira sparen kann. Wie seht Ihr das? Habt Ihr mal eine der Alternativen, von denen wir viele in unserem Beitrag über die 10 magischsten Orte auf Madeira erwähnten, vielleicht sogar durch unser Anraten, ausprobiert? Was waren Eure Erfahrungen? Wir freuen uns auf Euer Feedback!

Die zwei Reisenden,

Stefanie und Marcel

Stefanie

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