In die Ferne

Der ewige Frühling auf Madeira

Hallo Zusammen,

dem Ein oder Anderen ist es bestimmt schon aufgefallen, als er durch den Blog oder auf unser Instagramprofil (@reisezweierlei) gestoßen ist: Wir Zwei sind bereits schon zwei Mal auf Madeira gewesen. Warum wir darüber noch keinen Blogbeitrag geschrieben haben? Gute Frage, das ist uns auch erst jetzt aufgefallen. Also müssen wir diesen Missstand unverzüglich beheben! Insbesondere, da Madeira zu unser absoluten Lieblingsinsel gehört und ein ganz besonderen Platz in unserem Herzen hat.

Madeira – Insel des ewigen Frühlings

Möglicherweise kennt Ihr Madeira gar nicht oder wenn, dann hat man „mal davon gehört“, kann sich aber nichts darunter vorstellen. Nur bei wenigen ist diese wundervolle Vulkaninsel auf der Travel-Liste, obwohl es ein doch so lohnenswertes Ziel ist! Ich (Stefanie) habe die Insel auf einer Kreuzfahrt einen Tag besuchen dürfen und war direkt schockverliebt in die unberührte, wilde Natur, die Wasserfälle, die Eukalyptus- und Lorbeerwälder, und und und… Ich musste allerdings abends wieder aufs Schiff und bereits da war mir klar, dass ich diese Insel wiedersehen musst! Also habe ich Marcel überredet erstmals im November 2017 dort eine Woche zu verbringen. Die Woche war so gut, dass wir das ganze direkt ein Jahr später im November 2018 für zwei Wochen wiederholt haben.

November? Ja, genau – wir waren im November dort. Grundsätzlich ist aber immer Reisezeit für Madeira. Die Temperaturen liegen dort im Jahr immer zwischen 18 – 24 °C. Aufgrund des milden Klimas blühen dort auch immer Blumen. Daher hat die Insel den Slogan „Insel des ewigen Frühlings“ erhalten. Eine absolute Blütenexplosion könnt Ihr im Frühling, also zwischen März und Mai, erleben. Aber auch zu jeder anderen Zeit ist Madeira wunderschön und lohnenswert. Bitte beachtet aber, dass Madeira ein Mikroklima besitzt. Das heißt, dass es an den Klippen warm ist, auf den Bergen aber sehr kalt werden kann. Also seid am besten kleidungstechnisch auf alles eingestellt.

Aktivurlaub auf Madeira

Nun muss man dazu sagen, dass Madeira keinen Strand hat (ja, gar keinen!). Es ist eine Vulkaninsel im offenen Atlantik und ist vorallem durch seine Steilklippen und Terrassen bekannt. Wer nicht in Funchal der Hauptstadt auf der Südseite einen Hotelurlaub machen möchte, dem bleibt mehr oder weniger „nur noch“ ein Aktivurlaub übrig. Aber dieser lohnt sich umso mehr, da die Insel so vielfältig ist!

Wer ein paar unserer Bilder und Blogbeiträge kennt, weiß, dass man dort sehr gut Wandern kann. Dabei bietet Madeira eine Vielfalt an Wander- und Erlebnismöglichkeiten, die ich sonst bei keiner Insel so erlebt habt. Man kann an den Steilklippen am Atlantik wandern, wie wir zum Beispiel bei unserer Tour über die Fischerbrücke oder den Schmalen Grat. In der Inselmitte bieten die Levadas (Wasserläufe) die besten Möglichkeiten durch die Eukalyptus- und Lorbeerwälder zu wandern und sich am satten Grün der Insel zu erfreuen.

Wer es ganz besonders mag, der schraubt sich im Auto mit den Serpentienen hoch auf die Berge Madeiras. Dort kann man über der Wolkendecke nicht nur wandern, auch die Sonnenauf- und -untergänge sind malerisch und atemberaubend.

Wer auf das Baden nicht verzichten möchte, der kann in den natürlichen Pools in Porto Moniz direkt im Atlantik baden gehen. Das ist definitiv eine Erfahrung wert! Ansonsten werdet Ihr viele Fahrrad- und Mountainbikefahrer auf Madeira begegnen. Wer also nach besonderen Möglichkeiten für Höhentrainings sucht, ist hier genau richtig!

Maderias Nord- und Südseite

Wir haben uns bewusst auf Madeira für ein Airbnb auf der unbewohnteren, wilderen und raueren Nordseite entschieden, weil wir die Natur so wundervoll finden und nicht wirklich die Großstadtmenschen sind. Die beiden Seiten der Insel unterscheiden sich signifikant, da die Südseite fast komplett bewohnt und bebaut ist. Während auf der Nordseite nur ein Bruchteil der Bewohner angesiedelt sind. Hier können Aktivurlauber aus dem vollen schöpfen und die atemberaubende Natur genießen, viele Wasserfälle sehen und erholsame Ruhe finden.

Wem das zu wenig Action und Stadtleben ist, der ist auf der Südseite gut aufgehoben. Hier befindet sich die großen Städte, allen voran die Hauptstadt Funchal.

Dort findet Ihr auch den berühmten Stadtteil Monte, wo Ihr die Korbschlittenfahrt vom tropischen Garten aus machen könnt. Oder Ihr besucht den botanischen Garten, in dem Ihr erfahrt, dass Charles Darwin viele seiner Artenuntersuchungen auf Madeira durchgeführt hat. Außerdem findet sich der Hafen dort, bei dem Ihr die großen Kreuzfahrtschiffe besichtigen könnt, oder von dort aus auf dem Segelschiff Kolumbus zum Whale Watching fahren könnt. Für Fußballfans mag das CR7 Museum eine interessante Anlaufstelle sein.

Zudem habt Ihr hier eine tolle Auswahl an Restaurants und Lokalen und könnt das Nachtleben von Maderia erleben. Unser Tipp: Geht abends einmal durch die Rua Santa Maria (Gasse der bemalten Türen) und staunt über die Kunstwerke.

Maderia ist immer eine Reise wert

Wie Ihr schon merkt, wir lieben diese wundervolle und einzigartige Insel. Die Insel sei jedem ans Herz gelegt, der eine Alternative zu einem Strandurlaub sucht. Empfehlen können wir die Insel jedoch nicht unbedingt mit Kleinkindern. Hier gibt es einfach zu viele Steilklippen mit unzureichender Sicherheit. Ansonsten können wir die Insel uneingeschränkt empfehlen. Wer sich nach einem Strandurlaub sehnt, ist hier allerdings auch falsch aufgehoben.

Unsere 10 magischen Orte und 5 Dinge, die man sich auf Madeira sparen kann, werden wir Euch in Folgeartikeln auflisten. Seid gespannt… 🙂

Wie schaut es aus, habt Ihr auch Lust auf Madeira bekommen? Oder wart Ihr schonmal da? Habt Ihr Wandertipps für uns? Wir freuen uns über Eure Kommentare.

Die zwei Reisenden,

Stefanie und Marcel

Stefanie

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