Deutschland

Auf dem Rotweinwanderweg nach Walporzheim

Hallo Zusammen,

manchmal treibt es uns ja auch bei dem schönen Wetter nach draußen. Selten genug wandern wir in unserer unmittelbaren Umgebung, was definitiv ein Fehler ist. Schließlich hat nicht nur das Rheinland und Bornheim in dem wir wohnen, sondern auch Rheinland Pfalz mit seinen tollen Weinbergen einiges zu bieten. Da Marcel dort früher gewohnt hat, haben wir uns mal eine Strecke in seiner ehemaligen Heimat vorgenommen. Sonst machen wir ja immer Rundgänge als Wanderungen, weil wir zurück zum Auto müssen. Hier haben wir allerdings zur Rückreise den Zug genommen, daher wundert Euch nicht 🙂

Auf einem Teil des Rotweinwanderwegs

Der Rotweinwanderweg ist eine 35 km lange Strecke von Altenahr nach Bad Bodendorf in Rheinland Pfalz. Wir haben uns einen Teil der Strecke ausgewählt, nämlich von Bad Neuenahr nach Walporzheim. Dort fand nämlich praktischerweise ein Weinfest statt, dass wir besuchen wollten. Die Wanderung stand also ganz im Zeichen des Weines. 😉 Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich gar keine Weinliebhaberin bin. Aber die tollen Weinberge, die Aussicht und schöne Landschaft haben es mir angetan. Da Marcel in Heimersheim wohnte brauchten wir gar nicht erst mit dem Auto anreisen und gingen direkt vor der Haustüre los. Für alle die, die gern diese Strecke laufen möchten, empfiehlt es sich hier das Auto am Bahnhof Heimersheim abzustellen und dem Aufstieg des Rotweinwanderweg´s zu folgen.

Die Weinberge erklimmen

Wie es bei WeinBERGEN so ist, muss man erstmal einen Berg hoch. Der Aufstieg sorgte schon einmal dafür, dass wir ganz schön ins Schwitzen kamen. Es war ein sonniger Sonntag und dementsprechend war uns schnell warm. Aber da man bekanntlich meistens mit einer wundervollen Aussicht entlohnt wird, stapften wir weiter bergaufwärts. Oben angekommen hatte man inmitten der Weinberge einen tollen Blick über Bad Neuenahr. Nun waren wir auf dem Rotweinwanderweg angelangt und folgten seinem Pfad Richtung Walporzheim.

 

Wunderschöne Aussichten

Auf dem Rotweinwanderweg kann man relativ entspannt wandern und sich unterhalten, da die Wanderwege gut ausgebaut sind. Während man zu seiner rechten die Weinpflanzen und -reben betrachten kann, kann man zur Linken die Ausblick über das Tal und den Verlauf der Ahr genießen. Natürlich haben wir auch eine Weintraube probiert, die waren allerdings noch recht sauer, also demnach noch nicht erntereif. 😉 Aber aus Erfahrung wird man klug. Eine weitere Erfahrung, die wir gemacht haben, ist, dass man auf dem Abschnitt leider überhaupt keinen Schatten hat, was für den Wein super ist, für einen empfindlichen Menschen, wie mich, allerdings fatal werden kann. Da wir in der Mittagssonne wanderten, kam ich schnell einem Sonnenstich gefährlich nahe. Zum Glück fanden wir ein schattiges Plätzchen, an dem wir kurz Rast machen konnten. Dort konnte ich meinen Kopf abkühlen, indem ich viel, viel trank.

Waldabschnitt auf dem Rotweinwanderweg

Glücklicherweise konnten wir spontan unsere Route so anpassen (Marcel sei Dank), dass wir einige Zeit durch den Wald laufen konnten. Ich freute mich nicht nur über den schattenspendenden Wald, sondern ebenfalls über die Abwechslung. Wir mögen es beide durch den Wald zu wandern. Er vermittelt immer eine solche Ruhe, die man im stressigen Alltag oft gar nicht mehr bekommt. Daher haben wir den Abschnitt der Wanderung sehr genossen.

 

Sehenswürdigkeit Bunte Kuh

Wir näherten uns langsam aber sicher Walporzheim, wo der Abstieg stattfinden sollte. Hier durften wir aber vorher noch die Sehenswürdigkeit Bunte Kuh bestaunen. Hier hat die Natur einen Felsvorsprung im Form einer Kuh geformt. Dieser Fels genießt eine gewisse Berühmtheit in der Region, sodass ich mir die Anblick natürlich nicht entgehen lassen wollten (Marcel kannte diesen ja schon zu genüge). Nachdem wir die Bunte Kuh gesehen hatten, haben wir den Rotweinwanderweg verlassen, um zum Weinfest nach Walporzheim zu kommen.

Abstieg nach Walporzheim

Dafür begannen wir mit dem Abstieg. Genau wie der Aufstieg ist dieser steil gewesen. Trotzdem waren wir motiviert, schnell den Abstieg zu schaffen, um den Umzug des Weinfestes noch mitzuerleben. Also ging es 240 m rasch runter. Dabei konnten wir uns das rege Treiben in Walporzheim bereits gut anschauen, da der Abstieg sich in Serpentinen nach unten wand. Unten angekommen entspannten wir uns bei dem Umzug des Weinfestes, der von der Weinkönigin angeführt wurde. Zudem haben wir noch etwas gegessen. Nur den Wein, den haben wir nach der Hitze und der Anstrengung lieber sein gelassen. War vermutlich auch besser so.

 

Rückfahrt mit dem Zug

Das schöne an dem Rotweinwanderweg ist, dass man eigentlich an jeder Station, bzw. jeder Ortschaft des Wanderweges in den Zug steigen kann und somit zu seinem Ausgangsort zurückkehren kann. Es empfiehlt sich natürlich, vorher zu schauen, wann und wie regelmäßig die Züge fahren, aber das sehen wir mal als selbstverständlich an. 😉 Selten genug nutzen wir diese Möglichkeit. Eine andere schöne Art der Rückreise ist zum Beispiel die Fahrt mit dem Schiff auf dem Rhein, wie wir es bei unserer Wanderung nach Linz gemacht haben.

Wie sieht es bei Euch aus? Wandert Ihr lieber Rundwege oder lineare Strecken mit Rückreiseoption? Und wenn Rückreiseoption, welche favorisiert Ihr? Wir freuen uns auf Tipps und Tricks von Euch!

Wer übrigens unsere Tour auf dem Rotweinwanderweg nachwandern möchte, der kann die Tour auf komoot finden. Wer sich fragt, was komoot ist, kann unseren Blogbeitrag hier dazu lesen. Viel Spaß beim Nachwandern. Wir sind auf Eure Berichte gespannt. Schreibt uns gerne!

Die zwei Reisenden,

Stefanie und Marcel

 

 

Stefanie

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